Freitag, 20 April 2018

Vereinstermine

Zu den monatlichen Treffen des Fördervereins historisches Seckenheim e.V. sind interessierte Seckenheimer/Innen und "Reigeplaggte" willkommen und herzlich eingeladen.

Unsere Termine für 2018:

 

05.02. Beginn: 19.30 Uhr im Prinz Max

05.03. Beginn: 19.30 Uhr im Prinz Max

 

09.04. Beginn: 19.30 Uhr im Heimatmuseum

Der Förderverein historisches Seckenheim schlägt vor, die Verdienste der badischen Revolutionäre von 1848/49 aus Seckenheim zu würdigen.
Dazu bieten sich die neu zu vergebenden Straßennamen im Neubaugebiet der Hammonds Barracks an.

Im Folgenden benennen wir Bürgermeister Hörner und Herr Mathias Eder.
Ihre politische Bedeutung wäre durch die Namensvergabe z. B.
- an der geplanten Ringstraße
- mit einem Bürgermeister-Hörner-Platz
hervorzuheben.


Weitere Seckenheimer 1848/49 er Revolutionäre  - aus den 30 namentlich bekannten und aktenkundigen - sind aus unserer Sicht die Herren Bechthold (Tierarzt), Süßkind (Schneider/Tagelöhner) u.a., die als Namensgeber für  Straßen innerhalb des Quartiers in Frage kämen. Bemerkenswert ist auch der Seckenheimer Georg Heinrich Gund (späterer amerikanischer Konsul), der die 48er unterstütze.

Optional halten wir auch eine Benennung des neuen Marktplatzes im Ortszentrum - vor dem alten Rathaus - als Bürgermeister-Hörner-Platz für diskussionswürdig.

Begründung :


Seckenheim gilt als eine Keimzelle der badischen Revolution von 1848/49. Die historische Aufarbeitung und Würdigung erfolgte eingehend durch Hansjörg Probst und in neuerer Zeit auch durch eine Examensarbeit von Bendikt Noe, die der Mannheimer Altertumsverein (MAV) in den Mannheimer Geschichtsblättern publizierte.
Die Vergabe von Straßennamen an die benannten Persönlichkeiten wäre 170 Jahre nach dem Beginn der badischen Revolution ein würdiges Zeichen und adäquate Anerkennung für den Kampf um Demokratie und Freiheit, auch in unserem Stadtteil.

Im Einzelnen :
 
1. Johann Georg Hörner (1785-1873)
Sozialreformer, Bürgermeister und Revolutionär 1848/1849
Er steht der Gemeinde vom 16.07.1832 bis 22.06.1849 (Amtsenthebung) als Bürgermeister zur Verfügung. Er wird von der badischen Obrigkeit auch als "Wühler" und "Aufrührer" charakterisiert.
Hoffmann von Fallersleben würdigt bereits 1843 den „Bürgermeister von Seckenheim“ in einem Gedicht, das er in den zwölf Zeitliedern 1848 veröffentlicht.
Aus der Geschichte eines Kurpfälzer Dorfes 1981 von HJ Probst:
"Mit ...Hörner...war nicht nur das Glied einer wohlhabenden und einflußreichen Bauerngemeinde gewählt worden, sondern auch ein Mann mit einem eindeutigen politischen Profil. Hörner ist damit der erste politische Bürgermeister im modernen Sinne. Er war von den Ideen der Volksfreiheit durchdrungen und überzeugter Anhänger der liberalen Bewegung(......) Er stand in regem Verkehr mit den Mannheimer liberalen Führern(.......)In Johann Georg Hörner tritt uns ein Bürgermeister entgegen, der ein Demokrat lauterster Gesinnung und größter Uneigennützigkeit war und der es verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden, verkörpert er doch ein ganz frühes Beispiel demokratischer Kommunalpolitik!"


2. Mathias Eder (1789-1867)
Vorstand des demokratischen Volkvereins, Gemeinderat, führender Kopf der Republikaner, Engelwirt
Aus der Geschichte eines Kurpfälzer Dorfes 1981 von HJ Probst:
„Mathias Eder, Engelwirt, Wühler und Mitglied des Demokratischen Vereins, Vorstand und
Schriftführer des Volksvereins ….Eder galt als besonders gefährlich und wurde noch jahrelang bespitzelt“

 „Als Gemeinderats- und Bürgerausschussmitglied verfolgt Eder früh republikanisches Ideengut. 1843 schlägt er vor, das Seckenheimer Schlösschen in Gemeindeeigentum zu übernehmen, um es in ein Krankenhaus und Pflegeheim umzuwandeln. Der Schlossgarten soll der Bevölkerung frei zugänglich sein. Als Vorstand des Demokratischen Vereins in Seckenheim steht Eder im Ruf eines Anführers der republikanischen, radikal-demokratischen ‚Partei‘.“..... Im Maiaufstand 1849 stellt Seckenheim eine 54 Mann starke Bürgerwehr, die die Neckarmauer als Verteidigungslinie besetzt und gemeinsam mit dem zu den Revolutionären übergelaufenen badischen Militär gegen die Preußen kämpft. Mathäus Eder besorgt dazu von der Revolutionsregierung in Karlsruhe Ausrüstung und Gewehre.“

(Historische Tafel des Förderveins am Gasthaus Engel wis)

 

14.05. Beginn: 19.30 Uhr im Heimatmuseum

04.06. Beginn: 19.30 Uhr im Heimatmuseum

10.09. Beginn: 19.30 Uhr im Heimatmuseum

08.10. Beginn: 19.30 Uhr Mitgliederversammlung im Heimatmuseum

05.11. Beginn: 19.30 Uhr im Heimatmuseum

03.12. offen

 

Führungen und Exkursionen:

 Schild quer

Die Druckerei Schmidt u.Sohn produzierte und spendete diese Tafel, die dem historischen Verein bei seinen Führungen und Exkursionen als Erkennungsmerkmal dient.

 

Für 2018 bisher geplant :

2 Exkursionen ( Sternwarte, Ilvesheim)

2 hist. Tafel ( Rennverein, Vereinshaus )

Nächste Veranstaltungen:

Intern